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Das neue ZCL im Bau (3.3.2017)

Das neue ZCL im Bau (13.3.2017)

Inbetriebnahme des Flüssigstickstofftanks

Inaktivierung von Stoffen

Auszug aus der „Richtlinie zur Getrenntsammlung und Entsorgung von Abfällen und Wertstoffen” der Heinrich-Heine-Universität:

Alle Arbeiten müssen unter größten Vorsichtsmaßnahmen unter dem Abzug vorgenommen werden!

Alkalimetallamide: In Methanol lösen, mit viel Wasser verdünnen, mit verdünnter Salzsäure ansäuern, 24 Stunden stehen lassen → Ausguss (s.a. Alkalimetallhydride)

Alkalimetallhydride: In Dioxan, Tetrahydrofuran oder Diethylether suspendieren; langsam Ethanol oder Isopropanol zutropfen und rühren. Nach 2 Stunden vorsichtig Wasser zugeben, bis eine klare Lösung entstanden ist, mit verdünnter Salzsäure neutralisieren → Ausguss.

Antimon: siehe Arsen.

Arsen: In wenig konz. Salzsäure lösen, mit Wasser verdünnen, bis ein weißer Niederschlag auftritt, halbkonzentrierte Salzsäure bis zur Lösung der Fällung zugeben und mit Schwefelwasserstoff sättigen. Sulfide abfiltrieren, mit Wasser waschen, trocknen → ZCL.

Barium: In konz. Salzsäure lösen, mit konzentrierter Ammoniaklösung langsam neutralisieren und mit einem Überschuß an Natriumhydrogencarbonat versetzen. Niederschlag abfiltrieren, waschen, trocknen → ZCL.

Blei: Als Sulfid fällen, waschen, trocknen → ZCL

Brom: Unter Rühren in 15proz. Natronlauge oder Kalilauge absorbieren; das gebildete Hypobromit mit Natriumthiosulfatlösung zerstören (Probe mit Kaliumiodid-Stärke-Papier). Hochverdünnt in den Ausguss geben.

Bromcyan: In 15proz. Natronlauge geben und bei pH9 mit einem Überschuß an Natriumhypochloritlösung oxidieren (Hypochloritüberschuß mit Kaliumiodid-Stärke-Papier feststellen). Über Nacht stehen lassen und mit viel Wasser in den Ausguss geben.

Chlor: siehe Brom.

Chlorcyan: siehe Bromcyan.

Chlorsulfonsäure: Unter Rühren langsam in Eiswasser tropfen (nie umgekehrt!); anschließend mit 15proz. Natronlauge neutralisieren. Mit viel Wasser in den Ausguss geben.

Chromate: siehe Chrom(VI)-Verbindungen.

Chromschwefelsäure: siehe Chrom(VI)-Verbindungen.

Chromtrioxid: siehe Chrom(VI)-Verbindungen.

Chrom(VI)-Verbindungen: Verdünnte wässrige Lösungen werden gegebenenfalls mit verdünnter Schwefelsäure auf pH 2-3 gebracht und durch Zugabe von Natriumhydrogensulfit (40g pro 20g Chrom(VI)) zu Chrom(III) reduziert (Farbumschlag nach Grün). Nach zwei Stunden Rühren mit verdünnter Natronlauge auf pH 8-9 einstellen und das ausgefallene Chrom(III)hydroxid abfiltrieren, waschen, trocknen → ZCL. Filtrat mit 10proz. Natronlauge neutralisieren und mit viel Wasser in den Ausguss geben.

Cyanide: In mindestens fünffachen Überschuss an berechneter Menge Natriumhypochloritlösung, die stark alkalisch sein muß, einbringen. Nach 24 Stunden verdünnen und evtl. neutralisieren. Der Hypochloritüberschuß kann mit Natriumsulfit beseitigt werden (Kontrolle mit Nitritpapier). Danach mit viel Wasser in den Ausguss geben.

Dimethylsulfat: Unter Rühren vorsichtig in verdünnte Natronlauge oder Ammoniaklösung geben → Ausguss.

Grignard-Verbindungen: In absolutem Diethylether, Dioxan oder Tetrahydrofuran aufschlämmen und unter Rühren und Eiskühlung Ethylacetat (bei Grignard-Verbindungen auch Ethanol) zutropfen lassen. Danach vorsichtig mit Wasser hydrolysieren und mit verdünnter Salzsäure versetzen, bis eine klare Lösung entsteht → Ausguss.

Kalium: Kleine Stücke in tert.-Butanol geben, vorsichtig 96proz. Ethanol zugeben, umrühren und stehen lassen, bis alles gelöst ist und eine klare Lösung entsteht. Danach vorsichtig mit Wasser hydrolysieren und mit verdünnter Salzsäure neutralisieren → Ausguss.

Lithiumalkyle: siehe Grignard-Verbindungen.

Lithiumaluminiumhydrid: siehe Grignard-Verbindungen.

Mercaptane: siehe Bromcyan.

Natrium: Kleine Stücke in Ethanol oder Isopropanol geben und rühren, bis alles aufgelöst ist. Danach unter Rühren vorsichtig mit Wasser hydrolysieren, bis eine klare Lösung entstanden ist. Mit verdünnter Salzsäure neutralisieren und mit viel Wasser in den Ausguss geben.

Natriumdispersion: siehe Alkalimetallhydride.

Nitrite: Wässrige, saure Lösung (pH4) mit Natriumhypochloritlösung oxidieren. Überschuß an Hypochlorit mit Kaliumiodid-Stärke-Papier prüfen, über Nacht stehen lassen, mit verdünnter Natronlauge neutralisieren → Ausguss.

Oleum: siehe Chlorsulfonsäure.

Peroxide: Kleine Mengen in wässriger, saurer Lösung mit Natriumhydrogensulfit reduzieren. Mit Kaliumiodid-Stärke-Papier oder Peroxid-Schnelltest die Vollständigkeit der Reaktion prüfen → Ausguß.

Persäuren: siehe Peroxide.

Phosgen: In einem Überschuß an 15proz. Natronlauge absorbieren, eine Stunde stehen lassen, mit verdünnter Salzsäure neutralisieren → Ausguß.

Phosphoroxychlorid: siehe Säurechloride.

Phosphorpentachlorid: siehe Säurechloride.

di-Phosphorpentoxid: siehe Säurechloride.

Phosphorwasserstoff: siehe Bromcyan.

Quecksilber:

  1. Quecksilbermetall → ZCL
  2. feste Quecksilbersalze → ZCL
  3. Quecksilberlösungen: Quecksilber als Sulfid fällen, filtrieren, trocknen → ZCL
  4. verschüttetes Quecksilber: mit Mercurisorb aufnehmen → ZCL

Salpetersäure, konz.: siehe Chlorsulfonsäure.

Säureanhydride: siehe Säurechloride.

Säurechloride: Unter kräftigem Rühren vorsichtig in kleinen Mengen in Eiswasser geben und anschließend mit 15proz. Natronlauge neutralisieren → Ausguss.

Säurehydride: siehe Säurechloride.

Schwefeldioxid: In 15proz. Natronlauge einleiten und mit viel Wasser in den Ausguss geben.

Schwefelsäure, konz.: siehe Chlorsulfonsäure.

Schwefelsäureester: siehe Dimethylsulfat.

Schwefeltrioxid: In kalte, konz. Schwefelsäure einleiten; danach vorsichtig in Eiswasser tropfen, mit verdünnter Natronlauge neutralisieren → Ausguss.

Schwefelwasserstoff: siehe Bromcyan.

Schwermetallionen: Nach Metallen getrennt aufarbeiten! Als unlösliche Verbindungen (Carbonate, Hydroxide, Sulfide, Sulfate) fällen, abfiltrieren, waschen, trocknen → ZCL.

Selen: In wenig konz. Salzsäure lösen, langsam in der Kälte unter Rühren Natriumsulfid zugeben. Anschließend erhitzen, über Nacht stehen lassen, abfiltrieren, waschen, trocknen → ZCL.

Strontium: siehe Barium.

Sulfidhaltige Lösungen: siehe Bromcyan.

Sulfurylchlorid: siehe Thionylchlorid.

Tellur: siehe Selen.

Thallium: In Schwefelsäure lösen und mit Natronlauge alkalisieren. Zutropfen von 30proz. Wasserstoffperoxid ergibt Thallium(III)oxid, das abgesaugt, gewaschen und getrocknet wird → ZCL.

Thionylchlorid: Unter kräftigem Rühren in viel Eiswasser eintropfen, neutralisieren (Thionylchlorid mit Calciumhydroxid, Sulfurylchlorid mit 10proz. Natronlauge) und unter fünfzigfacher Verdünnung in den Ausguss geben.

Thiophenole: siehe Bromcyan.

Übergangsmetallionen: siehe Schwermetallionen.

Wismut: siehe Arsen.

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